Chronik

Der THW Ortsverband Bremen-Mitte

Die eigentliche Geschichte des Technischen Hilfswerks (THW) in Bremen-Mitte beginnt im Jahr 1952 mit der Gründung eines Ortsverbands Bremen. Dieser wurde personell so groß, dass er am 1. September 1958 in drei Abschnitte aufgeteilt wurde.

Aus dem Abschnitt Ost erwuchs in Folge davon am 15. November 1962 die Gründung des THW Ortsverbands Bremen-Ost. Erster Ortsbeauftragter (OB) wurde Erich Behrendt. Lange Jahre versahen die ehrenamtlichen Helfer Dienst in der Unterkunft in der Parkallee 162 in Bremen-Schwachhausen. Man war in den ehemaligen Baracken und dem Bunker der Leitstelle der Flugabwehr (für gesamt Bremen) untergebracht. Am 20. Oktober 1964 umfasste der Ortsverband 587 Helfer. Damals waren noch andere Zeiten, denn unter OB Erich Behrendt wurde niemand THW-Helfer, der nicht beim DRK-Blut gespendet und einen Grundlehrgang des BVS absolviert hatte.

Um 1980 wurde der THW-Ortsverband Bremen-Ost in den Ortsverband Bremen-Schwachhausen umbenannt. Ortsbeauftragter blieb Erich Behrendt. Anfangs war man noch in der Unterkunft in der Park Allee beheimatet. Am 1. März 1988 übernahm Karsten Lindenstrauß den Ortsverband als Ortsbeauftragter. Im Jahr 1991 zog der Ortsverband in die neu errichtete Unterkunft im Kleinen Ort 4 im Ortsteil Bremen-Lehe um. Sie wurde im Jahr 1992, am letzten Samstag im Februar, mit einem Kohlessen offiziell eingeweiht.

OB Erich Behrendt (7. 11. 1962 - 29. 2. 1988) OB Karsten Lindenstrauß (1. 3. 1988 - 30. 3. 2004) 1992/93 gab es eine weitere Umbenennung, nun in den Ortsverband Schwachhausen-Horn. Am 1. Juli 1995 wurde dann daraus der heutige THW Ortsverband Bremen-Mitte. Erster Ortsbeauftragter wurde Karsten Lindenstrauß. Der OV-Bremen-Hastedt wurde am 1. Juli 1995 formal mit einem anderen Bremer Ortsverband zusammengelegt.

Schlussgültig wechselten fast alle Helfer zum OV Bremen-Mitte. Seitdem verfügt man in unserem Ortsverband über zwei Jugendgruppen, nämlich Schwachhausen-Horn und Hastedt-Vahr. Rolf Rohde leitete ab dem 1. April 2004 den Ortsverband als Ortsbeauftragter und wurde dann am 2. April 2009 von Rolf Fraedrich in diesem Amt abgelöst. OB Rolf Rohde (1.4.2004 - 31.3.2009) OB Rolf Fraedrich (2.4.2009 - 30.06.2012)

Vom 1.3.2013 wurde der Ortsverband vom Ortsbeauftragten Michael Kaiser geführt. Dieses Amt führte er bis zum 3.4.2017 aus. Aus persönlichen Gründen bat er die Landesbeauftragte um seine Abberufung.

Wie stellt sich die Situation im Jahr 2017 dar? Der Ortsverband liegt in einem Gewerbegebiet in Bremen Horn-Lehe nahe der Autobahn. Zwar nicht zentral in seinem Zuständigkeitsbereich gelegen, aber immer wieder macht sich die Nähe zur Universität positiv bemerkbar.

Heute beschreitet der Ortsverband mit seinen insgesamt rund 140 Helferinnen und Helfern den Weg in ein modernes THW. Dazu gehört u. a., die veränderte Motivation im Technischen Hilfswerk aktiv tätig zu sein. Bis in das Jahr 2010 hinein konnten junge Männer noch vom Grundwehrdienst freigestellt werden, wenn sie im THW Dienst versahen. Heute muss ein Ortsverband attraktiv sein, damit sich Menschen treffen, die bereit sind ehrenamtlich im Katastrophenschutz für die Gesellschaft Dienst zu leisten. Entsprechend muss sich ein Ortsverband etwas einfallen lassen, um Interessierte für das THW anzusprechen.

So nimmt man an der Freiwilligenmesse Aktivoli im Rathaus teil, bittet einmal im Jahr Bürger zur Blutspende in die Räumlichkeiten des Ortsverbands, führt für die Helferinnen und Helfer ein traditionelles Kohlessen durch oder, oder, oder. Auf den ersten Blick fällt es kaum auf, denn in ihrem blauen Arbeitsanzug sehen alle THW-Helfer sehr gleich aus.

Aber, es sind mittlerweile Männer und Frauen, die heute ihren Dienst im THW versehen. Ein Novum, im Ortsverband Bremen-Mitte wird eine der Bergungsgruppen von einer Frau geführt. Die rund 50 aktiven Helferinnen und Helfer versehen ihren Dienst in einem der bundesweit einheitlich aufgebauten Technischen Züge. Die Grundkomponente bilden hier wie überall im THW zwei Bergungsgruppen mit ihrem umfangreichen technischen Gerät. Bedingt durch den modularen Aufbau der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, verfügt man im Ortsverband Bremen-Mitte zusätzlich über die schwere Version der Fachgruppe Räumen.

Sie arbeiten mit einem Radlader, Tieflader oder großen Mulden. Wenigstens drei Mal im Monat treffen sich die Aktiven im Kleinen Ort 4 zur Ausbildung. Der Einsatz unter widrigen Bedingungen ist letztlich der Grund der Existenz eines jeden THW Ortsverbands.

Das die Helferinnen und Helfer des Ortsverbands Bremen-Mitte das können, zeigten sie z.B. bei den mehrtägigen Einsätzen der Gasexplosion im Geschwornen Weg im November des Jahres 2000, dem Hochwasser an der Elbe im Jahr 2002 oder dem Starkregen im August 2011. Die Form und Länge der Ausbildung ist durch den Bund vorgegeben, nicht aber wie man das interessant umsetzt. Hier sind die Führungskräfte mit Engagement tätig. Realistische Übungsszenarien und technische Hilfeleistungen in Bremen und "umzu" schweißen die Helferinnen und Helfer für den möglichen Einsatz besonders zusammen. Der Ortsverband Bremen-Mitte verfügt über zwei aktive, gut besuchte Jugendgruppen. Das ist eine mehr als im Bundesdurchschnitt üblich. Hier zeigt sich, wie wichtig dem Ortsverband Bremen-Mitte die Jugendarbeit ist. Der hohe Einsatz der Erwachsenen für ihre Jugend beinhaltet, dass sie sowohl Dienst in den aktiven Einheiten, als auch in der THW-Jugend tun.

Im Dezember 2012 hat der OV einen neuen GKW1 übernehmen können. Das Fahrzeug auf Basis eines Mercedes Axor wurde von der Firma Rosenbauer ausgestattet. Das Fahrzeug wurde von der Bergungsgruppe 1 ausgestattet und versieht seinen Dienst ab sofort im OV. Im Jahr 2013 wurde auch die 2. Bergungsgruppe mit einem neuen Fahrzeug, einem MZKW, ausgestattet. Auf Basis eines MAN verfügt der OV jetzt über ein Multifunktionales Fahrzeug mit Ladebordwand.